Gedanken zur menschlichen Vergänglichkeit

Die meisten Leute sind aus einem bestimmten Grund in die schwarze Szene gekommen, sei es das sie gemobbt wurden, ausgeschlossen wurden. Oder einfach nur ein faible für die Düsternis, die Vergänglichkeit und den Tod haben. Und genau da fängt es schon an, die meisten Menschen trauen sich nicht, sich auch über solche Dinge Gedanken zu machen. Warum eigentlich nicht? Was ist falsch daran, sich zum Beispiel über die eigene Vergänglichkeit Gedanken zu machen? Wir leben nunmal nicht ewig, warum also so tun als wäre es nicht so? Nehme man als Beispiel dazu mal ein Lied der Gothic Rock Band Megaherz. Um genau zu sein, Wir sterben jung. Dort heißt es:
Denk nicht an später
Nur der Moment ist real
Die Zukunft eine Notlüge
Es gibt kein nächstes Mal

Morgen ist vorbei
Die Zukunft ist uns einerlei
Lass die andern ziehn
Die werdens auch noch sehn

Lass die andern in die Ferne sehn
Vergiss die Zeit, bleib einfach stehn

Was ist falsch daran so zu denken? Wir leben fürs heute, denn keiner von uns kann wissen, ob es ein morgen noch gibt. Der Bruchteil einer Sekunde kann über Leben und Tod entscheiden, und damit meine ich nicht die ältern, sondern ALLE. Einen Moment der unachtsamkeit im Straßenverkehr und man ist weg. Dann gibt es keinen Morgen mehr.

Viele sind auch der Meinung, dass Gothics auf Friedhöfen gerne Gräber schänden, Schwarze Messen abhalten und soweiter und sofort. Früher war es gang und gäbe sich auf Friedhöfen zu treffen. Zu reden. Aber auch hier sei gesagt, dass der Grund der Friedhofsbesuche bei Gothics unterschiedlich sind. Manchen gefällt einfach nur die Ästhetik, die so mancher alter Grabstein ausstrahlt. Nichts gegen die heutigen Standard Grabsteine, aber gerade im 19. Jahrhundert gab es noch soviele schöne Grabsteine, nicht so wie die heutige Massenproduktion.

Anderen gefällt die Nähe zum Tod, nicht weil sie sich den tot wünschen, sondern einfach, weil sie sich ihrer eigenen Vergänglichkeit bewusst sind.

ICH bin mir meiner Vergänglichkeit bewusst, darum lebe ich jeden Tag so wie ich es will und nicht wie irgendjemand sei es eine Person oder der Staat vorzuschreiben gedenkt.

In diesem Sinne, man liest sich in der Nacht.

Aleister

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