Die Kraft des Wiedersehens

Es ist schon eine kleine Weile her, dass ich das letzte Mal hier was geposetet habe, darum möchte ich hier heute einen etwas längeren Text veröffentlichen, welchen ich vor bereites etwas längerer Zeit geschrieben habe, aber in dieser Version noch nie veröffentlicht habe. Er trägt den Titel die Kraft des Wiedersehens und genau daraum geht es eigentlich auch in diesem Text.  Aber eine kleine Warnung noch, es handelt sich hierbei um einen nicht korrigierten Text, Fehler können daher nicht ausgeschlossen werden.
Dennoch würde mich eure Meinung dazu, in den Kommentaren sehr interessieren:

Jeder von uns kennt es, das erste Kennenlernen. Die meisten Menschen verschwenden darauf wohl nicht wirklich viele Gedanken, entweder mag man einen Menschen oder eben nicht. Als Grundlegende Urteilshilfe wird dabei von den meisten wohl das Aussehen genommen und, sofern man sich denn dafür lange genug mit einander unterhält, ob man viele Gemeinsamkeiten hat oder eben nicht.

Einen Menschen nach diesen beiden Kriterien zu bewerten halte ich persönlich für eher bedenklich, es ist nicht das Aussehen oder die Gemeinsamkeiten die einen Menschen zu einem Freund machen, auch wenn sie ein Teil davon ausmachen. Es gibt wesentlich mehr Punkte und Kriterien, über die sich wohl die wenigsten bewusst sind sie aber dennoch Nutzen. Um es auf den Punkt zu bringen, die wichtigsten Entscheidung trifft unser Unterbewusstsein, wenn wir uns bestimmten Dingen scheinbar noch nicht so wirklich sicher oder im Klaren sind. Unser Unterbewusstsein ist es. Die Kunst liegt nun daran, diese Informationen auch abrufen zu können. Und hier tun sich die meisten Menschen sehr schwer.

Bleiben wir beim Kennenlernen, denn hier ist es genauso wie bei allen anderen Dingen im Leben, je öfter man einen bestimmten Menschen sieht, desto bewusster wird man sich eben jenem Menschen. Das heißt, dass was wir für diesen Menschen empfinden, rückt aus dem Unterbewusstsein in das Bewusstsein. Wir sind uns nun also dieser einen Person bewusst. Ist es denn dann nicht so, dass wir uns über eben jene Person auch ein wesentlich besseres Urteil machen können? Ist es nicht so, dass wir, wenn wir uns auch dessen nicht vollkommen bewusst sind, eben jene Menschen zu unseren Freunden erklären, denen wir auch Regelmäßig begegnen?

Als einfaches Beispiel, nehmen wir mal Grundschulkinder. Je jünger ein Mensch ist, desto intensiver nutzt er noch das Unterbewusst sein. Ein Kind in diesem Alter schließt wesentlich schneller Freundschaften, als wir Erwachsene das tun. Nicht etwa weil es, wie viele ja der Meinung sind, einfach zu naiv ist. Sondern weil es das Unterbewusstsein noch wesentlich effizienter nutzt als wir das tun.

Damit die Informationen aus unserem Unterbewusstsein in das Bewusstsein rücken benötigen wir vor allem eines. Zeit. Mit jedem Wiedersehen, rückt eine bestimmte Person, oder auch ein bestimmtes Objekt immer mehr aus dem Unterbewusstsein, in das Bewusstsein. Und wir alle kennen das. Um von dem Beispiel Mensch einfach mal wegzurücken, ist es nicht so, dass je öfter wir einen Filmtrailer oder ein Produkt in der Werbung sehen, dass uns eben diese Plakate oder Produkte scheinbar öfter begegnen? Einfache Antwort, ja und nein. Die Häufigkeit mit der wir auf diese Dinge stoßen ist dieselbe, aber wir nehmen sie wesentlich bewusster wahr. Genauso verhält es sich mit Menschen, je häufiger wir ihnen begegnen, desto bewusster nehmen wir sie war. Ist es am Anfang noch das Aussehen und die Gemeinsamkeiten, die uns interessieren, wird es immer mehr der Charakter der uns imponiert. Im Umkehrschluss bedeutet das allerdings auch, dass Menschen, die wir recht selten sehen uns auch nur im Unterbewusstsein bleiben, und wie schnell das Unterbewusstsein verdrängen kann, zeigen uns zum Beispiel Schock Momente, wir nehmen zwar wahr was passiert, aber verdrängen es wieder und können uns wenig später kaum noch daran erinnern.

Es ist nicht so, dass wir diese Leute immer mehr in unser Bewusstsein bringen viel mehr, und in meinen Augen wichtiger, ist es dass wir eben genau jene Leute dadurch immer mehr zu unseren Freunden machen, lernen ihnen zu vertrauen.
Was zeigt uns das? Ganz einfach, wie man bestimmt schon an der Überschrift erkennen konnte, es ist die Kraft des Wiedersehens, die aus einem Bekannten einen Freund macht. Und seien wir mal ehrlich, mit wem unternehmen wir lieber was? Mit einem flüchtigen Bekannten der uns vielleicht einmal begegnete oder mit einem Freund, den wir immer und immer mal wieder antreffen, egal wo und wann? Wem vertraut man sich eher an?

Eine kleine Ausnahme gibt es aber dennoch, in bestimmten Fällen kommt es vor, dass ein Freund uns einem seiner Freunde vorstellt, dann wiederum kann es sein dass unser Bewusstsein die Stufe des Bekannten überspringt. Denn jemand dem wir vertrauen, wird uns wohl kaum jemanden vorstellen, der uns etwas Böses will. Aber dennoch ist es wichtig auf der Hut zu bleiben, es gibt immerhin überall auch schwarze Schafe.

 

Beitragsbild (Together von MartheMa)

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